Kurzportrait von Satteins

 

Satteins liegt in herrlicher, windgeschützter Lage auf der Sonnenseite des Walgaus, gehört zum Bezirk Feldkirch und hat eine Fläche von 12,7 km2. Das Ortszentrum liegt 495 müA. Derzeit wohnen 2.629 Einwohner im Ort (Stand Jänner 03).

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Geschichtliches

Eines der ältesten Siedlungsgebiete des Walgaus. Reste einer großangelegten, befestigten Fluchtsiedlung der Bronzezeit auf Vatlära. An der uralten Wegverbindung Rheintal-Walgau über die Senke des Schwarzen Sees fand man Reste einer römischen Portikusvilla (Bau aus dem 1.-3. Jhdt. in der "Rühe"). Die frühmittelalterliche Ansiedlung ist im rätischen Güterverzeichnis von 842 mit dem Namen "Sataginis" auch als Standort einer Kirche erwähnt. Eine Burg der Ritter von Schwarzenhorn wurde vermutlich im 13. Jhdt. erbaut und 1405 zerstört. Einzelen Mauerteile dieser Burg sind heute noch zu sehen.

 

Wirtschaft

Neben der Viehwirtschaft wurde früher ziemlich viel Ackerbau betrieben (bis ins 19. Jhdt. u. a. bekannt als Hanfanbaugebiet), sowie Obst- und Weinbau (Rebgut auf der Burghalde 1911 aufgelassen). Heute Vorherrschen der Grünlandwirtschaft mit wenigen, aber dafür leistungsfähigeren Betrieben. Satteins ist heute auch ein Schwerpunkt der Forellenzucht.

1836 Einsetzen der Industrialisierung mit Gründung der Rotfärberei und Baumwolldruckerei der Schweizer Unternehmer Elmer & Schlitter; seit 1970 Zweigbetrieb der Textilwerke J.M Fussenegger. Ab ca. 1870 war einige Jahrzehnte hindurch auch die Stickerei von bemerkenswerter Bedeutung.

 

Öffentliche Einrichtungen von regionaler Bedeutung sind

die Hauptschule für die Jagdberggemeinden und die Gemeinde Göfis sowie

die regionale Abwasserreinigungsanlage für 9 Walgaugemeinden.

 

Bemerkenswerte Bauten

Pfarrkirche (1822-1824 im damaligen Staatsstil erbaut, nach den Plänen von Alois Negrelli, dem Planer des Suez-Kanals; gotisches Sakramentshäuschen von 1460);

Sebastianskapelle (Bau aus dem 15./16. Jhdt. mit gotischem Flügelaltar, 1977 – 1978 restauriert;

Eindruckvollste urgeschichtliche Siedlungsstätte des Landes auf Vatlära nordöstlich über dem Schwarzen See;

Mauerreste von Burg Schwarzenhorn;

 

Bedeutende Persönlichkeiten

Dr. Johann Michael Häusle, Theologe, 1809 – 1867;

Martin Häusle, Maler, 1903 – 1966;