Geschichte von Satteins

Das Gemeindegebiet von Satteins war infolge der geographischen und klimatischen Lage schon vor Christi Geburt besiedelt. Einige Funde deuten darauf hin, dass die Siedlung auf der Vatlära aus der Urnenfelderzeit (1200 - 800 v. Chr.) stammt.

An der einstigen Römerstraße, die durch Satteins führte, stand ein römisches Landhaus, eine Porticusvilla. Sie wurde im Jahre 1920 entdeckt und wurde im ersten Jahrhundert n. Chr. erbaut und im dritten Jahrhundert durch die Alemannen zerstört.

Der Name Satteins wird erstmals um das Jahr 843 im rätischen Urbar als "Sataginis" urkundlich erwähnt. Diese Bezeichnung ist auf einen keltischen oder illyrischen Namen in der Form von "Satanines" zurückzuführen. Im Jahre 1255 hieß es Satains.

Im späten Mittelalter unterstanden die Bewohner von Satteins den "Rittern von Schwarzenhorn", deren Herren waren die "Grafen von Montfort" in Feldkirch. Die Ritter von Schwarzenhorn hatten oberhalb des Dorfes eine Burg errichtet, die in den Wirren der Appenzellerkriege anno 1405 zerstört und nicht mehr aufgebaut wurde. Ein Teil der noch bestehenden Mauern wurde abgerissen und das Material für den Bau der Pfarrkirche (1821 - 1824) verwendet. Derzeit ist noch die nördliche Wand des ehemaligen Burgfriedes erhalten. Die Pfarrkirche ist im Stil des Spätklassizismus nach den Plänen von Alois Negrelli, dem Planer des Suez-Kanals, erbaut.

Kirchlich gehörte die Pfarre bis zum Jahre 1808 zum Bistum Chur und ab 1819 definitiv zu Brixen, nach dem 1. Weltkrieg zur Apostolischen Administratur Innsbruck und seit 1968 zur Diözese Feldkirch.

Die Pest wütete in Satteins erstmals um die Mitte des 14. Jahrhunderts. An diese furchtbare Zeit erinnert die Sebastianskapelle, auch Pestkapelle genannt, die im Jahre 1349 erbaut wurde. Diese Kapelle ist durch den gotischen Flügelaltar und durch die Wandmalereien von großem historischem Wert. Das zweite Mal in den Jahren 1628 bis 1630 fielen der Seuche rund 200 Menschen zum Opfer.

Im 19. Jahrhundert veränderte sich Satteins vor allem durch den Dorfbrand vom 28. Februar 1870, bei dem 52 Häuser abbrannten. Am meisten wandelte sich das Siedlungsbild seit dem Zweiten Weltkrieg. Zwischen 1945 und 1991 hat sich die Wohnbevölkerung verdoppelt, die Ausdehnung des Siedlungsgebietes etwa verdreifacht.

In früheren Jahrhunderten lebte in Satteins eine rein bäuerliche Bevölkerung, wobei bis Ende des letzten Jahrhunderts auch der Weinbau eine relativ große Rolle spielte.

Da es in Satteins keine größeren Arbeitsplatzangebote gibt, sind viele Satteinserinnen und Satteinser gezwungen, auswärts ihre Arbeit zu suchen. Besonders viele, die nach auswärts pendeln müssen, haben im Fürstentum Liechtenstein ihren Arbeitsplatz.

In Satteins sind auch einige Einrichtungen des Sprengels Jagdberg, dem die Gemeinden Satteins, Schlins, Röns, Schnifis, Düns und Dünserberg angehören, untergebracht.

Anfang der 70er Jahre wurde in Satteins die Hauptschule errichtet, die von ca. 400 Schülern der Jagdberggemeinden und der Gemeinde Göfis besucht wird.

Seit dem Jahre 1985 ist in Satteins die Abwasserreinigungsanlage des Abwasserverbandes Region Walgau in Betrieb.

Das Gemeindeamt war seit dem Bau der Volksschule im Jahre 1908 in deren Räumlichkeiten untergebracht. Im Oktober 1998 konnte die Gemeindeverwaltung dann die neu errichteten Verwaltungsräumlichkeiten im ehemaligen Gasthaus Schäfle beziehen.

In den Jahren 1997/98 wurde ein überregionales Alters- und Pflegeheim erbaut, das rund 35 pflegebedürftigen älteren Mitmenschen ein Zuhause bietet.

Kontakt

Gemeindeamt Satteins
Kirchstraße 15
T: 05524 / 8208
F: 05524 / 8208-16
gemeindesatteinsnet

ÖFFNUNGSZEITEN
Mo - Fr: 8:00 - 12:00 Uhr
Nachmittags Mo - Do:
nach Vereinbarung

Wussten Sie, dass...

24.11.2017

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